Atmosphärische Prägungen – Gespenster der Kindheit

Eingeprägte Überzeugungen, die uns ängstigen und blockieren, erscheinen oft dann, wenn man neue Wege gehen möchte. Denn die Selbstbeschränkung hat uns einmal Zugehörigkeit, Sicherheit und Orientierung ermöglicht. Die Gespenster haben dafür gesorgt, dass wir unbekannte, dunkle Räume im Schloss, im inneren Haus, meiden.

Was Denkmuster mit einem Mycel von Pilzen gemeinsam haben

Das, was wir als „Pilz“ bezeichnen, ist nur der Teil, den man sieht, der eigentliche Organismus liegt im Verborgenen, unter der Erde, ein weit verzweigtes Mycel, ein Netzwerk aus feinsten Fäden, das Ressourcen verteilt, Informationen weiterleitet und Wachstum steuert. Psychische Denk- und Verhaltensmuster funktionieren erstaunlich ähnlich. In der Psychotherapie sprechen wir von Überzeugungen, Schemata oder„Was Denkmuster mit einem Mycel von Pilzen gemeinsam haben“ weiterlesen

Eine Sitzung mit EMDR bei Nackenverspannungen

Die Erfahrung, nicht gesehen, gehört und geliebt zu werden, ist alt und sitzt tief, und obwohl sie in vielen Sitzungen bereits festgestellt hat, dass sie liebenswert ist, ist diese Überzeugung im Körper, in den Muskeln, die ihr geholfen haben, mit dem Mangel zu leben, noch nicht angekommen und noch nicht gelöst.

TRANSGENERATIONALE WEITERGABE VON TRAUMA

Jedoch stellte sich mir bei meinem Vorhaben, Kontakt zum Klinikleiter aufzunehmen, eine unüberwindliche Angst in den Weg. Sie machte es mir unmöglich, dort anzurufen und einen Termin für ein Gespräch zu vereinbaren. Es fühlte sich an, als würde ich diesen Schritt, die Konfrontation mit diesem ärztlichen Leiter nicht überleben, als würde ich vorhaben, in eine Schlucht zu springen und die Angst wollte mich davon abhalten.  

Julia, das Selbstwertgefühl und das (nicht) ernst genommen werden

Das hört sich nach einem Gefühl der Ohnmacht an, nach Ärger, der nagt und wurmt und sich immer neu entfacht. Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass hilfloser Ärger mit dem Selbstwertgefühl oder der eigenen verborgenen Unsicherheit zu tun hat, bitte ich Julia, den Satz zu ergänzen:
„Ich bin es nicht wert, dass…“

Sofort kommt die Ergänzung, „…dass ich ernst genommen werde!“
Auch beim Partner erlebe sie das immer wieder, sie bitte ihn um etwas, und es sei so, als hätte sie nichts gesagt, er mache weiter wie gewohnt. Wie sich das in ihr anfühle, in ihrem „Brustbauchraum?“ (ich mag dieses Wort).
„Wie ein Loch“, sagt Julia. Das habe einen Rand.

Alinas Depression, der Schrei und die innere Kraft

Als Alina heute vor mir sitzt, voller unausgesprochener Selbstvorwürfe und Hoffnungslosigkeit, ohne dass sie mir die Gelegenheit gibt, mit ihr wie sonst manchmal über irgendeinen Unsinn zu lachen, frage ich sie nach ihrem körperlichen Befinden hier und jetzt. Und um etwas in Bewegung zu bringen, fordere ich sie auf, sich auf die Spannungen in ihrem Körper zu fokussieren und die Augen dabei ein paar Mal hin und her zu bewegen. Während den Wiederholungen wandert nun die empfundene Spannung nach oben und setzt sich schließlich im Halsbereich fest.

Sie wolle diesen Kloß runterschlucken, sagt Alina. Oder halb runterschlucken und halb nach oben befördern. Als Alina davon spricht und wir beide nicht wissen, wie sie den Kloß loswird, kommt mir die Idee, mit ihr rauszugehen – gleich hinter dem Haus befindet sich eine Wiese am Waldrand –  und sie aufzufordern, das alles, was sie blockiert und bedrückt, rauszuschreien.

Lähmende Peinlichkeit und wie ich einen Ausweg fand

Ich biege um die Hausecke der Universität München, will auf den Eingang zugehen und halte inne. Ich blicke auf die vielen jungen StudentInnen, die sich in kleinen Gruppen vor allem um den sprudelnden Brunnen scharen. Ein reges Treiben, ein angenehmer, lebendiger Eindruck und dennoch halte ich inne, etwas lähmt mich. Ich hatte mich für einen„Lähmende Peinlichkeit und wie ich einen Ausweg fand“ weiterlesen

Heike, die Panikattacken und die Suche nach den Ursachen

Als Heike die Therapie beginnt, hat sie ein klares Ziel: sie will ihre Panikattacken loswerden oder wenigstens besser damit umgehen können. Im Rückblick kommt mir der Therapieverlauf wie ein Krimi vor. Der Täter: unbekannt. Er schlägt aus dem Nichts zu und verursacht höchste Angstgefühle. Etwas Dunkles steigt dann von unten in Heike hoch, ihr Magen„Heike, die Panikattacken und die Suche nach den Ursachen“ weiterlesen

Kristin und die Befreiung von einem vernichtenden Seelenanteil

„Ich bin nirgends zu Hause“, fängt Kristin heute an und wirkt dabei niedergeschlagen. Sie falle immer wieder in schwarze Löcher, diesmal wohl auch deshalb, weil sie ihre Arbeit in der Zahnarztpraxis wegen Konflikten mit der Chefin gekündigt habe. Seitdem könne sie sich zu nichts mehr aufraffen, egal was sie sich vornehme. Es sei wie ein„Kristin und die Befreiung von einem vernichtenden Seelenanteil“ weiterlesen

Embodiment, was bedeutet das?

Etwas wird im Body, in unserem Körper, verkörperlicht? Aber was, Gefühle, seelische Störungen, Denkmuster? Ja, das alles und noch mehr, zusammengefasst unter dem Begriff des „Selbst“. Es steht gerade hoch im Kurs, man hört und liest häufig von Selbstliebe und Selbstvertrauen. Das „Ich“ sorgt dafür, dass wir funktionieren und unser Selbst braucht Liebe, Fürsorge, Abgrenzung„Embodiment, was bedeutet das?“ weiterlesen