Es gibt sie bereits, die Minister of Loneliness, die Einsamkeitsminister, und zwar in England und in Japan. Bei uns wird über Einsamkeit abstrakt gesprochen, in Büchern und Statistiken, aber von meinen Patient*innen höre ich Sätze wie „ich war am Wochenende wieder allein, und es ging mir schlecht“. Kein Wunder, als Single auf dem Land. Man„Einsamkeit. Was wissen wir darüber?„ weiterlesen
Autor-Archive:Kirsten Kabisch
Martina, die Fahrstuhlangst und der Ausstieg aus der Enge
Wir haben am Anfang beide angenommen, dass wir in kürzester Zeit ihre Fahrstuhlangst erfolgreich behandeln könnten. Martina wohnt in einem Haus mit vielen Stockwerken, und der Fahrstuhl fällt manchmal aus. Dann muss sie zähneknirschend, egal wie viele Einkaufstaschen sie in der Hand hat, zum 6. Stock hinauflaufen. Aber weit gefehlt, wir haben zwar am Anfang„Martina, die Fahrstuhlangst und der Ausstieg aus der Enge“ weiterlesen
Erik, die Schreibblockade und das Misstrauen
Viele kennen den Bestseller von Stefanie Stahl „Das Innere Kind muss Heimat finden“, und ich arbeite schon lange und immer wieder mit dem Symbol des Inneren Kindes, mit dem abgespaltene, schwer aushaltbare Erfahrungen und Verletzungen aus der Kindheit bewusst erfahren und integriert werden können. Schon lange hat mein humorvoller, kluger Patient Erik eine Schreibblockade, sodass„Erik, die Schreibblockade und das Misstrauen“ weiterlesen
Alina und die Me-time
“Gönne dir Me-time, und du kannst besser für andere sorgen” lese ich im Internet (Psychology.today). Das ist aus meiner Sicht dann keine Me-Time, weil es wieder eine Funktion für andere hat, so als wäre es nicht an sich notwendig und sinnvoll, sich um sich selbst zu kümmern, um in die Mitte zu kommen und Eindrücke„Alina und die Me-time“ weiterlesen
„Typisch Mann“ und was sich verändert
Aktuell bemühen sich viele Männer, nicht mehr typisch zu sein. Sie lesen Bücher, in denen steht, dass Männer gelernt haben, keine Gefühle zuzulassen und dass sie nicht mit ihnen umgehen können, und dass es an der Zeit ist, das zu lernen. Weil es Ihnen dann besser gehen, ihre Beziehungen sich verbessern und Konflikte sich leichter„„Typisch Mann“ und was sich verändert“ weiterlesen
Liegt das Glück in mir?
Die Quellen des Glücks liegen innen, in meinem Selbst, ich muss in der Tiefe suchen, mich vielleicht belehren lassen, mich finden, Buddha, Seneca und Menschen wie Mutter Theresa fragen, mein Ego überwinden, herausfinden, was ich (wirklich) will, Ziele setzen und erreichen oder einfach bescheidener sein. Das habe ich gedacht und vermutlich ganz viele andere auch.„Liegt das Glück in mir?“ weiterlesen
Die alte Schachtel…
…bin ich selbst, und das fühlt sich gut an, und sie, die Schachtel, gefällt mir. Als die Schachtel entstand, war sie bereits gut befüllt. Und es kam immer mehr hinzu. Im Inneren wurde es manchmal recht eng und mitunter entstand ein Durcheinander. Das war in Ordnung, denn immer wieder mal nahm jemand etwas heraus oder„Die alte Schachtel…“ weiterlesen
Embodiment, was bedeutet das?
Etwas wird im Body, in unserem Körper, verkörperlicht? Aber was, Gefühle, seelische Störungen, Denkmuster? Ja, das alles und noch mehr, zusammengefasst unter dem Begriff des „Selbst“. Es steht gerade hoch im Kurs, man hört und liest häufig von Selbstliebe und Selbstvertrauen. Das „Ich“ sorgt dafür, dass wir funktionieren und unser Selbst braucht Liebe, Fürsorge, Abgrenzung„Embodiment, was bedeutet das?“ weiterlesen
Frauen und Hausarbeit, man lese und staune!
In einer Beilage der ZEIT von Mitte Juni ist über Frauen und Hausarbeit zu lesen: „Frauen, die weniger verdienen als ihre Männer, arbeiten mehr im Haushalt. So weit, so erwartbar. Umgekehrt könnte man annehmen, dass Frauen mit einem höheren Gehalt als ihre Männer sich entsprechend weniger um Kind und Heim kümmern. Doch das stimmt nicht.„Frauen und Hausarbeit, man lese und staune!“ weiterlesen
Nach der Therapie, ein Rückblick als Märchen
Das Märchen vom Ritter von Toni Prokrastinati Es war einmal ein Ritter, der hatte schon viele Schlachten geschlagen in seinem Leben. Im Grunde wollte er immer für das Gute kämpfen und oft war ihm das auch gelungen. Doch der Ritter fühlte sich müde und eingeengt, irgendwie fürchtete er, seine Kraft und Stärke zu verlieren. Und„Nach der Therapie, ein Rückblick als Märchen“ weiterlesen