Der Wortklang von Frieden

Es ist, als würde man darauf warten, dass er kommt und auf ihn hoffen.
Wenn Frieden enorm, groß, kolossal wäre, wäre es ein Wort mit o.
Im Frieden kommt etwas zur Ruhe und wird bescheiden.

Wer liest, der hört auch, heißt es, Worte klingen.

Der Beginn klingt freundlich und dennoch bestimmt, wie in der Welt gelandet mit dem Fr- .
Wie der Fr-ühling nach dem harten Winter kommt, so kommt der Fr-ieden nach dem Kampf.
In dem Wort Frieden klingt für mich sein Wesen an, eine Ahnung von Einklang.

Das i in der Mitte klingt bescheiden und hell. Ich kann es aussprechen und gleichzeitig dabei lächeln.
Man verweilt kurz bei dem i, wie in „Liebe“, und dehnt es etwas. Es ist, als würde sich für einen Moment etwas öffnen und licht werden.
Es klingt etwas Schönes an, wie in „Parad-ie-s“.

Es endet weich abgerundet, mit einem -den, was die Öffnung sanft beendet.

Stell dir vor, man gibt dir einen Klumpen Ton in die Hand mit dem Auftrag, daraus etwas zu formen, was deinem Gefühl entspricht, das von dem Wort Frieden ausgeht. Was würde es werden?
Bei mir wäre es eine flache Schale, in die jeder etwas hineinlegen oder herausnehmen kann, und wo für vieles Platz ist.


Ein Kommentar zu “Der Wortklang von Frieden

  1. einfach schööööön.

    ich werde das mit dem Ton mal ausprobieren. Salzteig habe ich in großen
    Mengen , gemacht für das Kinder-Spielzimmer in der neuen Unterkunft , in
    der sich seit 3 Wochen mit Eva die Kinderbetreuung mache: Syrer und
    afghanische Ortskräfte, bezaubernn gut erzogene Kinder, Eltern, die
    englisch und Deutsch sprechen..wir wähnen uns im Traum.

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